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September 2, 2022

US-amerikanische vs. deutsche Pädagogik: Was ist besser?

US-amerikanische vs. deutsche Pädagogik: Was ist besser?

Unterschiede und Gemeinsamkeiten amerikanischer und deutscher Pädagogik

Wenn man den deutschen und den US-amerikanischen Lehrstil vergleicht, sollte man gleich zu Beginn erwähnen, dass man hier 2 sehr unterschiedliche Ansätze betrachtet. Die Art und Weise, wie in den USA unterrichtet wird, zielt neben der Wissensvermittlung vor allem darauf ab, Schüler*innen zu mehr Selbständigkeit zu führen und Fähigkeiten wie Reflexion, Ausdruck und Argumentation zu fördern. Diese Soft Skills werden in der Berufswelt hochgeschätzt, werden aber an deutschen Schulen nur selten aktiv vermittelt. Aber wie genau leistet das US-amerikanische Schulsystem das?

US-Amerikanischer vs. Deutscher Lehrstil


Flexibilität und Befähigung

Der Zweck der Hausaufgaben ist in Deutschland und in den Vereinigten Staaten nicht derselbe. In unserem System zielen die Hausaufgaben darauf ab, das Gelernte zu vertiefen bzw. zu festigen, während in der amerikanischen Pädagogik die Hausaufgaben nicht immer mit dem Kurs verbunden sind. Die Lehrkräfte fordern die Schüler*innen auf, viel zu recherchieren, und leiten sie an, Dinge selbst zu erledigen. Es wird nicht erwartet, dass sie konkrete akademische Ergebnisse erzielen. Der Hauptzweck besteht darin, "herausgefordert" zu werden und Selbstständigkeit zu erlangen.

Lehrkraft für Ressourcen statt Lehrkraft für Fachwissen

Obwohl mittlerweile an deutschen Schulen viel Wert auf vielfältige Unterrichtsmethoden gelegt wird, wird Frontalunterricht oftmals noch als klassische Unterrichtsform eingesetzt. In amerikanischen Schulen bevorzugen die Lehrer*innen einen dynamischeren Ansatz, der die Klasse dazu bringt, sich Wissen und Erkenntnisse gemeinsam als Gruppe durch Diskussionen oder Debatten zu erarbeiten. Die Lehrkraft ist demnachnicht nur die Person, die Wissen vermittelt, sie wird auch als "cognitive leader" bezeichnet. Die Rolle der Lehrkraft besteht darin, die Schüler*innenin in die Lage zu versetzen, neue Konzepte zu integrieren und anwenden zu können. Ihnen werden die nötigen Ressourcen vermittelt, um ihren Standpunkt in einer Diskussion zu argumentieren und die Standpunkte anderer zu reflektieren und zu verstehen.

Zwei unterschiedliche Notensysteme

In Deutschland gibt es die Notenskala von 1 - 6 bzw. in der Oberstufe von 0 - 15 Punkten. Das amerikanische Notensystem basiert hingegen auf Buchstaben, den Notenpunkten: A, B, C, D verbunden mit + und - . A+ ist die beste Note und F die schlechteste.

Das amerikanische System, welches insbesondere auf der Bewertung von Fähigkeiten und nicht auf dem Erfolg einer Übung basiert, bietet hierbei größere Flexibilität. So sind die Noten für die Aufgaben (assignments) nicht das einzige Kriterium für die Beurteilung der Fortschritte der Schüler*innen. Auch die Denkfähigkeit, die Einstellung und die Anwesenheit werden gewertet.

Außerschulische Aktivitäten und Schulrhythmus

Während bei uns die MINT-Fächer vielerorts im Vordergrund stehen und Fächer wie Kunst, Musik und Sport eher unterzugehen scheinen, sind sie in den USA mindestens genauso wichtige Hauptfächer, wie eben Mathe oder Physik. In den Vereinigten Staaten wird Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen sich körperlich betätigen, sich kreativ ausleben und individuellen Interessen nachgehen. US-Schülerinnen und -Schüler beteiligen sich gerne an schulischen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts und gehören oft mehreren Vereinen an: dem Basketballteam, der Schülerzeitung, einer Musikgruppe usw.

Keine Abiturprüfung, sondern kontinuierliche Bewertung

In Deutschland wird das Abitur als eine wichtige und große Prüfung angesehen, die den Eintritt der Absolvent*innen in die Hochschulbildung und in die Welt der Erwachsenen markiert. Dadurch, dass hier Stoff aus 2 bzw. 3 Jahren sowohl mündlich als auch schriftlich abgefragt wird, ist diese Phase für die meisten Jugendlichen mit extrem viel Stress verbunden.

In den Vereinigten Staaten gibt es keine stressige Abschlussprüfung. Das US-High School Diplom wird über ein System der kontinuierlichen Bewertung erworben, das sich über vier Jahre erstreckt (anstelle von 2 oder 3 Jahren in Deutschland).

Dual Diploma Germany – US-Schulbildung für Gymnasiast*innen an deutschen Schulen

Academica International Studies bietet mit Hilfe des Dual Diploma Programms Gymnasiast*innen die Möglichkeit, neben dem eher wissens- und leistungsorientierten Unterricht in Deutschland, einen zweiten Fokus auf den eigenständigen Erwerb essenzieller Soft Skills zu setzen.  

Academica verfügt über jahrelange Erfahrung im online Unterricht, erfahrene US-Lehrkräfte und spezielle Plattformen, die Schüler*innen dabei unterstützen, in Fächern wie Life Management Skills oder Global Studies Eigenständigkeit, Argumentationsfähigkeit und kritisches Denken zu erlernen. Die Unterrichtsfächer und -plattformen sind so konzipiert, dass die Lernenden die Lektionen intuitiv und in ihrem eigenen Tempo entdecken können.

Dual Diploma vereint also das Beste aus beiden Lehrstilen und bietet Schüler*innen somit die perfekte Ergänzung für ihren Bildungsweg: Teilnehmende tauchen in die englische Sprache ein, genießen die sich ergänzenden Vorteile US-amerikanischer und deutscher Pädagogik und glänzen am Ende mit 2 Schulabschlüssen in ihrem Lebenslauf.

Das Ineinandergreifen beider Lehrstile im Rahmen von Dual Diploma bietet so ein hervorragendes Sprungbrett für die Zukunft.